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02. Mrz 2010 - Südafrika - Tina Bucek

Südafrika im Vuvuzela-Fieber: 100 Tage vor Anpfiff der Fußball-WM kann man in Kapstadts Innenstadt schonmal zusammengetrötet werden

Langsam scheint der Funke überzuspringen: 100 Tage vor Anpfiff der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent sind es nicht mehr nur Fifa-Funktionäre und Politiker, die die Fahne hochhalten. In Kapstadts Innenstadt gehören Vuvuzelas, die traditionellen afrikanischen Fantrompeten, inzwischen zum Straßenbild, und wer nicht aufpasst, der wird auch schonmal in dem ein oder anderen Treppen-, Kaufhaus oder Restaurant zusammengetrötet. ,,Wir sind bereit!”, sagte Südafrikas Präsident Jacob Zuma jetzt in einer Fernsehansprache anlässlich des runden Datums. Und das sagen offenbar auch 85 Prozent der Bevölkerung am Kap, wie ein hiesiges Umfrageinstitut am Dienstag in den ,,Capetimes” verkündetete.

Tatsächlich sprechen die Fakten für sich: Die sechs neuen Stadien, extra für das Großereignis erbaut, sind rechtzeitig zum Termin fertig geworden. Und auch die Renovierungsarbeiten an den vier vorhandenen Spielorten sind weitestgehend abgeschlossen.

Die Probleme rund um den öffentlichen Nahverkehr scheinen auch endlich einer Lösung zuzustreben. Die Verhandlungen der Regierung mit den Taxigesellschaften, die sich von dem eigens für die WM konstruierten Bussystem bedroht fühlen, sind in eine konstruktive Phase eingetreten. Und auch das Busssystem selbst funktioniert und wird von den Menschen angenommen, das beweist Johannesburg, wo die innovativen Shuttles seid Wochen im Einsatz sind.

Die Unterkünfte der WM-Teams sind bei Kickern und Betreuern bestens angekommen – auch hier offenbar Zufriedenheit auf allen Seiten (das deutsche Team ist in der Luxushotelanalge ,,Velmore Grande” in Pretoria untergebracht). Und auch für Fans stehen genügend Quartiere zur Verfügung – so viele, dass hiesige Touristenanbieter und Guesthousebetreiber bereits bangen, ob diese überhaupt ausgelastet sein werden.

Probleme bereiten immer noch die Ticketverkäufe innerhalb Südafrikas. Während einige Spiele bereits ausverkauft sind, ist das Kontigent der Karten für Einheimische immer noch nicht ausgeschöpft. Von den erwarteten 20 Prozent der Tickets sind erst elf Prozent verkauft. Die Fifa hat angesichts dieser Tatsache jetzt nochmal angekündigt, die Ticketpreise zu senken.

Weiteres Sorgenkind ist ,,Bafana”, die südafrikanische Nationalmannschaft. Teamacaptain Aaron Mokoena leidet immer noch unter einer Aaron Mokoena Verletzung, und es ist nicht klar, ob er am 11. Juni überhaupt spieltüchtig ist. ,,Ohne Aaron werden wir es sehr sehr schwer haben”, sagt auch Bafana-Coach Carlos Alberto Perreira. Das glauben offenbar auch viele Südafrikaner. Nur 55 Prozent meinen, dass ihr Team gut genug vorbereitet ist.

Kommentare

Jörg - Kamen BRD - ES IST WIRKLICH SO, DASS JEDE/R POLITIKER/IN DAS EIGENE PROFIL IM SINN HAT ALS DIE INTERESSEN DERJENIGEN VON DENEN SIE/ER GEWAEHLT WURDE.VOR EINER WAHL IST ES VIELLEICHT KURZFRISTIG ANDERS.ABER NUR VERBAL. SCHADE,DASS SOLIDARITÄT NICHT MEHR GELEBT WIRD.
(2010-03-03 18:37:39)

Jörg - Der Kommentar vom 03.03.2010 ist zu einem Text über die Toiletten in den Townships verfasst worden.
(2010-04-24 21:59:10)

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